Foto: Schauanlage Neumannmühle e.V.
2. Die Sägemühle (vermutliche Ansicht; heute Unterdorfstraße 13)
Neben dem Betrieb einer Gattersäge gab es auch die Genehmigung für das Betreiben einer Schrotmühle, Kreissäge, Futterscheiders und einer Dreschmaschine.
Bei der Säge handelte es sich um eine traditionelle „Gattersäge“ mit einem Sägeblatt, wobei dieses anders als auf dem Foto in vertikaler Richtüng arbeitete. Um einen Balken zu sägen, musste der Stamm dazu vier Mal umgespannt und über die ganze Länge gesägt werden, wobei die Säge über das Mühlenrad angetrieben wurde. Das Schärfen des Sägeblattes erfolgte vor Ort in einer kleinen Werkstatt.
Die Anlieferung der Baumstämme erfolgte auf der Unterdorfstraße. Das Sägegebäude lag parallel, unterhalb der Straße, sodass die angelieferten Stämme über eine Rampe direkt vor das Gebäude rollen konnten.
Die Sägemühle arbeitete bis 1935 und wurde 1965 abgerissen.