Der Danzeküppel im Gemeindewald

Von Georg Hoffmann

Karl Jünemann   FB Jünemann

Nach schriftlichen Aufzeichnungen von Karl und Fritz Bertram Jünemann (Tiestr. 16)

 

 

 

 

 

 Der Danzeküppel im Gemeindewald 

 

Vermutliche Ansicht des Danzeküppels im 18. Jahrhundert.

 

 

Wussten Sie schon?

  • Auf Karten von 1785 bereits eingezeichnet

  • Ursprünglich etwa 20 Meter hoher Basaltkegel

  • Vermutete heidnische Kultstätte mit Schalenstein

  • Beliebter Tanzplatz bis in die 1930er Jahre

  • Basaltabbau in den 1940er Jahren

 

Bereits auf den ersten Karten der Kurhannoverschen Landesaufnahme von 1785 ist der Danzeküppel als markante Erhebung im heutigen Distrikt 8 der Realgemeindeforst Bühren deutlich zu erkennen.

 

Seine Umgebung ist nicht wie heute bewaldet. Dieser einst gleichförmige Basaltkegel hatte eine Höhe von 20 m, wobei drei bis vier Meter hohe Basaltsäulen ein originelles Naturdenkmal bildeten.

 

Nach oben schlossen die Säulen mit einer fast waagerechten runde Plattform von rund fünf Meter Durchmesser ab. Am Rand lagen drei einzelne Basaltblöcke, wovon einer besonders ins Auge stach. 

 

Auf seiner Oberfläche befand sich ein 4 cm schalenförmiges Loch und in die Vorderseite ein 25 bis 30 cm großes eingemeißeltes „Eisernes Kreuz“. 

Vermutlich handelte es sich um einen Schalenstein. Wahrscheinlich befand sich hier einst eine heidnische Kultstätte, die später durch das eingemeißelte Kreuz christianisiert wurde. Im Volksglauben entstand daraus der Hexentanzplatz.

 

Dieser eigentümliche Basaltkegel wurde später ein Ort des Frohsinns. Für das Wort „Danze“ steht heute Tanzen.

Bis in die 1930er Jahre war der Berg ein beliebtes Ausflugsziel der Jugend von Bühren. 

Zur Musik von Zieh- oder Mundharmonika wurde hier gesungen und getanzt. Auf der kleinen „Tanzfläche“ fanden jeweils nur vier bis fünf Tanzpaare Platz. Die Zuschauer saßen auf den Basaltblöcken rund um das Plateau.

 

Einer Sage nach wird der Berg auch als „Hexentanzplatz“ bezeichnet, denn wann immer dichte Regenwolken den Berg umhüllten, tanzen hier die Hexen.

 

In den 1940er Jahren wurde der Basalt des Danzeküppels in mühevoller Handarbeit für den Bau von Forst- und Feldwegen gewonnen. Dadurch verlor die markante Kuppe einen großen Teil ihrer ursprünglichen Höhe.

 

Karte Danzeküppel

       Lageplan: Danzeküppel

 

 

 

 

Info Tafel

Info- Tafel mit Wegweiser

Danzeküppel

Der Danzeküppel im Distrikt 8

Danzeküppel

Der Danzeküppel 2020

Danzeküppe Plateau

Plateau des Danzeküppel 2020