
Nach Berichten von August Winnemuth Tiestr. 18
Der Gänsehirt von Bühren
Karl Winter Hintergasse 13 war um1900 Gänsehirt in Bühren.
Die Gänse wurden im Bereich der ehemaligen Flachsrotten an der Schedequelle gehütet.
Die Schäfer von Bühren
Bis ca.1930 gab es in Bühren Schäfer.
Bekannt sind:
zuvor Heinrich Filthut aus Güntersen
Im Sommer blieb die Herde draußen, wobei die Feldwege abgeweidet wurden. Der Pferch wurde auf den zu pflügenden Feldern aufgeschlagen. Nachts stand der Pferch auf Feldern, die später gepflügt wurden. Die Bauern schätzten diesen natürlichen Dünger sehr.
Oft reichte der eigene vorhandene Mist nicht aus.
Im Winter waren die Schafe in den Ställen.
Große Bauern besaßen so um die 20 Schafe. Schlachter August Winnemuth Tiestr. 18 besaß vier Stück.
Bei schlechtem Winterwetter ging der Schweinehirt Friedrich Schmidt von Haus zu Haus zu den Schafbesitzern und kämmte deren Wolle. Dazu durfte im Herd nur Buchenholz verbrant werden. In der heißen Asche wurde der Wollkamm glühend gemacht und in einer Vorrichtung auf dem Schlachtetisch befestigt. Über diesen heißen Kamm wurde die Wolle ausgekämmt, die in an den Winterabenden von den Frauen versponnen wurde.
Zusätzliche Aufgaben des Lehrers
Der Verfasser ist unbekannt.
Neu aufgeschrieben am 10.02.2001 von Georg Hoffmann
Für eine Anstellung als Lehrer hier in Bühren war es Voraussetzung, dass die Person das Bührener Platt sprach.
Es bestand für den Lehrer (als Küster) die Verpflichtung, im Frühling, Sommer und im Herbst durch Läuten der Dorfglocken das Zeichen zum Beginnen und Beendigen der Arbeit auf den Äckern zu geben.
Morgens um 7:00 Uhr: Die Ackerleute zogen mit ihren Gespannen hinaus und verrichteten ihre Arbeit auf dem Felde bis zum Mittagläuten um 11:00Uhr. Der Wiederbeginn der Arbeit nach dem Mittag wurde mit dem Läuten um 2:00 Uhr bekanntgegeben. Ende der Feldarbeit war abends um 6:00 Uhr. Dazu wurde wieder geläutet. Als Entlohnung erhielt der Küster, ein sogenanntes „Läutekorn“ von 25 Pfund (12,5 Kg) pro Landwirt.